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Acapella Workshop mit Eddi und Tobi in Karlsruhe
#1
Hier kommt mein erster … nein, ein Konzertbericht wird es wieder nicht. Vielmehr ein Work-Shop-Bericht.

Wir haben doch gerade den Internationalen Gospelkirchentag hier in Karlsruhe. Irgendwann erfuhr ich von einer Freundin, dass Eddi bei der Eröffnungsveranstaltung auftreten soll (da stand davon noch nix in seinem Blog). Und Workshops solle er auch machen. Ich dachte na super, an dem Wochenende kann ich nicht. Traurig  Aber vielleicht schaffe ich es zur Eröffnung auf den Marktplatz.

Letzteres habe ich nicht geschafft, dafür fiel sehr überraschend mein heutiger Termin aus. Ich dachte mir, na DER Workshop ist bestimmt schon lange ausgebucht. Nee! Man musste nur ein Tagesticket erwerben und konnte ALLE WS besuchen. Ich also eines der Last Minute Tagestickets abgegriffen und einfach mal auf gut Glück zur Stadtbibliothek in Karlsruhe.

Auf dem Weg zur Bibliothek (noch schien die Sonne, man hörte einen sehr guten Gospelchor open air singen) denke ich gerade, ich sollte mal die Augen offen halten, vielleicht sind die beiden Herren ja auch gerade unterwegs … Und tatsächlich! Da sitzen sie in einem Café in der Sonne, schwätzen und lachen. Witzig

Ich bin nicht hin. Nennt es höflich oder schüchtern - ich war einfach zu feige. Und stören mochte ich auch wirklich nicht.

Der Raum, wo der WS stattfinden sollte, war noch von einem anderen WS belegt – die haben wunderschön Gospels gesungen, Mann oh Mann! Ich mich also in Foyer gesetzt und zugehört. Irgendwann kamen dann auch Eddi und Tobi. Ganz normal mit dem Aufzug runter, nix Backstage, Künstlereingang, Security oder so was. Nee, genau wie wir Normalsterblichen auch. Ich hab mal freundlich geguckt, bin aber an meiner Mauer hocken geblieben. Irgendwann kam Eddi dann zu der Frau ganz dicht neben mir und fragte, ob er mal in ihr Programmheft reinschauen könne. Er war sichtlich überrascht, dass ‚sein‘ Raum noch belegt war, suchte etwas nervös im Programmheft seinen eigenen WS. Fast als befürchtete er, er habe sich in Zeit oder Ort geirrt. Süß irgendwie. Ich habe ihm dann gesagt, dass draußen auf dem Plakat steht, dass der andere Workshop bis 15 Uhr geht und so spät war es noch nicht.

Der Vorgänger WS überzog dann doch etwas und Eddi wurde sichtlich immer nervöser. Irgendwann hab ich mich dann mal Richtung Tür bewegt, wo er stand und sich mit einigen Besuchern unterhielt. Letztere gehörten wohl zur Organisation, jedenfalls waren die irgendwann weg und ich stand da mit Eddi und wusste nicht, was ich reden soll. Was besonders seltsam ist, weil ich mit ihm schon Mails ausgetauscht habe und mich auch mit ihm über seinen Blog hin und wieder austausche. Aber hingehen und sagen: hey, wir haben uns schon des Öfteren geschrieben, schön dich mal wieder live zu sehen – das bring ich einfach nicht. peinlich

Habe dann was gemurmelt, dass es schon wunderschöne Musik ist, aber für ihn bestimmt doof, weil sie nicht aufhören wollen. Er hat gegrinst und gemeint, ja, die gefühlte Länge einer Minute sei sehr unterschiedlich, je nachdem, auf welcher Seite der Klotür man stehe. Großes Grinsen

Irgendwann waren die Vorgänger dann aber doch fertig und unser WS konnte nach kurzer Umbestuhlung und Stoßbelüftung starten. Der Raum war gesteckt voll. Als Erstes nahm Eddi den gestressten Techniker in Schutz, über den sich wohl einige geärgert hatten, weil sie nicht gleich in den Raum hinein durften und auch nicht überall stehen durften, wo sie gerne wollten. Die Techniker trügen eine große Verantwortung an solchen Tagen, vor allem, wenn die Menge der Menschen die Brandschutzvorgaben überstiegen. Wenn dann etwas passiere hätten diese Menschen dann nämlich große rechtliche Schwierigkeiten. Fand ich echt nett und so locker wie Eddi es sagte, war die schlechte Stimmung denn gleich wieder verflogen.

Eddi stellte sich vor (ganz so, als würden wir ihn alle noch gaaaar nicht kennen). Pfarrerssohn sei er. In Köln Sülz zur Schule gegeangen, wo er mit vier anderen Mitschülern eine Schulband gegründet habe, mit der er dann dreißig Jahre Musik gemacht habe. Nach diesen dreißig Jahren habe er das Gefühl gehabt, nochmal was Neues machen zu wollen, daher sei er jetzt solo unterwegs eben mit Tobi. Der habe ihm am besten gefallen. So vierzig hätte er sich angesehen. (beide lachten)

Nach einer kurzen Vorstellung von Tobi verbunden mit der Erklärung, dass er Eddi jetzt seit sechs Jahren kennt, aber davon erst eines als Musiker, davor nur als Familienmensch, dessen Kindern er Klavierunterricht gab, meinte Tobi, Eddi habe ja ins Programmheft geschrieben, er (Eddi) werde aus dem Nähkästchen plaudern und fragte uns, wer nur deswegen gekommen wäre. Ich glaube es haben sich ein oder zwei Spaßvögel gemeldet. Tobi meinte dann, diejenigen könnten ja mit Eddi rausgehen. Eddi ergänzte grinsend, er habe besagtes Nähkästchen dort abgestellt.

Dann erzählte er aber doch auf Tobis Frage hin, dass seine absolut schönsten Momente bei den WG nicht die große Auftritte gewesen seien sondern die Momente in den Proben, in einer Tiefgarage oder einem Treppenhaus nach einem Auftritt plötzlich ganz tolle Musik entstanden sei. Sein schrecklichster Moment, erzählte er, sei 1996 passiert. Sie seien als Vorgruppe von Guildo Horn aufgetreten. Nein, das sei noch nicht das Schrecklichste gewesen (Saal lacht).

Wegen Guildo seien damals 5.000 Leute gekommen, das seien sie damals überhaupt nicht gewohnt gewesen und entsprechend nervös. Sie haben ‚Ich will kein acapella‘ gesungen. Das allererste Mal mit in-ear … Jetzt hab ich doch tatsächlich vergessen, wie die genau heißen, also mit den Knöpfen im Ohr. Das hätten sie vorher nicht genug geübt und daher habe der Leadsänger - er wolle ihn namentlich nicht nennen, das Lied eine Terz zu hoch angestimmt. Kurz habe absolute Stille bei den anderen Stimmen geherrscht, dann hätten Dän und er in der ursprünglichen Tonhöhe eingesetzt und so hätten sie unfreiwillig eine kurze Zeit zweistimmig gesungen. In diesen Sekunden sei sein komplettes Leben an ihm vorbeigezogen.

Dann startete der Workshop zu acapella Gesang. Hat Spaß gemacht, auch wenn in der kurzen Zeit (1h15) nicht all zu viel machbar war. Aber man merkte, dass Tobi echt was von Musik versteht. Angefangen haben wir mit Robbys Angels vierstimmig. Schön. Zum Ende hatte Eddis Schwester extra für uns Yesterday in J.S.Bach Art arrangiert – Wahnsinn! Das haben wir vierstimmig gesungen, war als Sopran gar nicht so ohne, weil man halt doch das Original so sehr im Ohr hat, dass es nicht ganz leicht ist, zu singen was DA STEHT. War aber wunderschön.

Dann war unsere Zeit auch schon rum und Eddi erklärte nochmal, warum er aufgehört habe. Weil er das Gefühl gehabt habe, einfach nochmal was Neues machen zu wollen. Nach 30 Jahren WGs. Er habe eben nur ein Leben und das Gefühl, mit den WGs einfach alles erlebt habe, was es zu erleben gab. Oder jedenfalls fast. Dass es einfach Zeit gewesen sei für etwas Neues. Dass erst geplant gewesen sei, dass die anderen weiter machen, dann aber „andere Entscheidungen“ gefallen seien, die dann dazu geführt hätten, dass sich die WGs ganz aufgelöst haben.

Ich bin dann noch kurz zu ihm hin, habe mich für den tollen Workshop bedankt und gefragt, ob er denn nicht mal ein Konzert in Karlsruhe geben mag. Darauf hin meinte er, er wolle schon, unbedingt sogar, nur sei es halt so, dass ihm die Veranstalter nicht unbedingt die Türen einrennen würden. Verdammt! Das sollten sie aber! (habe ich ihm auch fast so gesagt) Und dann mussten wir raus, um anderen Menschen eine Chance zu geben, den selben Workshop ebenfalls zu machen (Eddi und Tobi waren fleißig!) Bin leider nicht dazu gekommen, mich noch bei Tobi zu bedanken. Muss ich per Mail nachholen.

Kann es immer noch nicht wirklich glauben, dass es geklappt hat … Hach…  Schwaermsie  Sie dürfen mal wieder kommen! Nick

Und Leute: macht Werbung für unseren Eddi! Wie es scheint, kann er die noch brauchen... Kopfkratz
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#2
Vielen Dank für deine Eindrücke
Schön, dass es doch noch geklappt hat!
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#3
Super! DANKE für den sehr schönen Bericht! Toll, dass Du noch zum Workshop hingehen konntest!! Smile
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#4
Wie schön, zurveela, diese schönen Stunden seien dir gegönnt. Das hätte ich auch gerne mal gemacht. Und ganz herzlichen Dank für den umfassenden und spannenden Bericht. 

Mir persönlich ist es völlig unverständlich, dass Eddi nicht so oft angefragt wird. Sind doch die Reaktionen auf seine Konzerte durchweg positiv. 
Ich war damals völlig geflashed! Ehrlich gesagt fast mehr als bei meinem ersten AB-Konzert. 

Also wie du schon sagst: Werbung machen, Werbung machen, Werbung machen. Werde gleich mal ein Mail an unsere Stadthalle schreiben.
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#5
Das ist eine tolle Idee, bornin! Ich bin im Förderverein vom Tollhaus in Karlsruhe (da sind die AB schon aufgetreten) denen könnte ich Eddi auch mal vorschlagen per Mail einfach mal so...

Und in welchem Konzert warst du?
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#6
Das war ja spannend, Zurveela, richtig spannend zu lesen.  Nick
Und klingt nach einem tollen Workshop, bei Gelegenheit würde ich so etwas auch gerne mal mitmachen wollen.  Nick
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#7
Daggi: wenn sich die Gelegenheit mal bietet, ergreif sie! Tobi ist wirklich ein ganz toller musiker, der sein Wissen auch super weitergeben kann und Eddi war, nachdem wir mal gestartet waren auch super locker drauf. Hat mega Spaß gemacht. Hachja Schwaermsie
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#8
@zurveela: Ich war (wie HeikeW auch) in der Weltstadt Dornburg im vorderen Westerwald (oder auch hinteren, je nachdem woher man kommt - andererseits: Westerwald ist eigentlich immer hinten).... also im hinteren Westerwald. 

Dort musste das Konzert von einer großen Halle auf eine kleine Kulturscheune verlegt werden in Ermangelung von Nachfrage. 

Das war allerdings unser Glück, denn die Kulturscheune war sehr "mukkelig", die Atmosphäre war wunderbar, das Konzert war sehr familiär. 
Eddi war live, gemeinsam mit Tobi, viel besser als auf der CD.

Und: Jördis Tielsch war dabei. Grandios. 

Ich hatte dazu auch einen Konzertbericht geschrieben, bin aber zu doof, ihn hier zu verlinken peinlich .
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#9
Kein Problem, liebe Bornin, hab ihn inzwischen gefunden. Zwinker
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