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Burg Hayn Dreieich, 13.07.2019
#1
Da es sich um das letzte Konzert der 1. Tour handelt und ich nichts mehr verraten kann, darf ich ausnahmsweise ohne Spoiler schreiben.


Vor dem Konzert:

Um 14 Uhr fuhr ich los, legte einen Zwischenstopp beim Ikea ein und war um 16.30 Uhr in Dreieich. Da bis zum Treffen mit Wise Teddy, uVo und Begleitung noch etwas Zeit blieb, schlenderte ich durch den Ort, wunderschön mit engen Straßen und viel Fachwerk. Als ich an der Burg vorbeikam waren die Jungs schon mit dem Soundcheck beschäftigt und so wusste ich, dass heute "Jetzt und Hier" auf jeden Fall dabei sein würde Smile. Völlig überraschend schrieb mir eine Patientin, mit der ich eigentlich zusammen herkommen wollte und bei der dann etwas dazwischen gekommen war, dass sie nun doch kommen könnte, so dass wir zu fünft sein würden. Um 17 Uhr öffnete die Pizzeria und Wise Teddy und ich setzten uns und bestellten etwas zu trinken, unterhielten uns und warteten auf die anderen drei. Kurz nach 18 Uhr waren wir vollzählig, aßen, tranken und unterhielten uns. Allerdings wird uns die Pizzeria nicht wiedersehen, es hat zwar alles sehr gut geschmeckt, aber der Service lies zu wünschen übrig, waren mit 2 Mitarbeitern bei voll besetztem Biergarten, einigen Leuten im Innenbereich und Mitnahmedienst schlicht überfordert. Während der Fahrt und auch während des Essens hat es immer wieder geregnet, ich war froh, einen Regenponcho mitgenommen und mich relativ warm angezogen zu haben. Wir sollten allerdings Glück haben mit dem Wetter, ab 19.30 Uhr, als wir zur Burg kamen, hat es nicht mehr geregnet Strike! Da trafen wir dann noch auf BwieBass und plauschten nochetwas miteinander. Burg-Hayn-typisch ertönten Fanfaren, um uns auf die Plätze zu rufen und dann folgte eine lustige Ansage zum Thema Mitfilm- und Fotografierverbot und die Bitte, keine Schirme aufzuspannen, sollte es doch regnen würden vom Veranstalter  "Lappen zum umhängen" verteilt.


Das Konzert:

Dann kamen die Jungs und wurden mit reichlich Applaus begrüßt. Auch heute begannen sie mit "Hi Hi Hi", bei dem Ingo diesmal Björn eines der "Eeoos" direkt ins Ohr gesungen hat. Das fing ja schon mal gut an und versprach ein sehr lustiger und lockerer Abend zu werden Smile. Für das empfindliche Mikrofon, welches sie bei "Musik von deinen Alten Bekannten" nutzen, war es wohl wieder zu windig. Dän begrüßte uns zur Derniere, wer französisch kann, weiß, dass es das Letzte bedeutet und das wiederum bedeutet, dass wir heute einige Lieder zum vorerst letzten Mal hören werden. Er lobte auch den Veranstaltungsort, denn es ist wirklich eine tolle Kulisse und der Boden der Bühne ist auch sehr speziell, der hat nämlich Raufasercharakter. 
Dann fragte er, wer denn heute die AB zum ersten Mal sieht und wer schon mal da war und das war diesmal etwa fifty fifty. Bei allen, die schon mal da waren entschuldigte er sich, dass er für die neuen Zuhörer die Zusammensetzung der Band nochmal erklärt. Als er dann sagte, dass drei von ihnen, nämlich Björn, Nils und er, nach der Auflösung der WG weitermachen wollten, gab es stürmischen Applaus. In der dritten Probe haben sie dann gemerkt, dass gerade das Fünfstimmige zu Dritt recht schwierig ist, so dass sie sich auf die Suche nach zwei neuen Mitstreitern machten, die fantastische Sänger und großartige Komponisten sein sollten, Mouth Percussion beherrschen und auch noch Charme, Bühnenpräsenz und alles andere mitbringen sollten, was das Publikum so mag. Solche Menschen haben sie nicht gefunden, aber hier sind immerhin Clemens und Ingo! Letzterer ist ein alter Bekannter von Dän, sie kennen sich seit über 20 Jahren aus Kölner Zeiten, irgendwann zog Ingo dann in einen Ort namens Eifel.  Weil er u.a. bei Gregor Meyle Keyboard gespielt hat, musste er erst auf A-Cappella umgeschult werden. Das ging relativ leicht, indem sie ihm sein Keyboard weggenommen haben und Ingo würde heute noch danach suchen Großes Grinsen. Clemens hingegen war vorher bei Intrmzzo und hat da Björn kennengelernt, der zu der Zeit noch bei Rock4 war. Und wie das so in Holland üblich ist, setzt man sich nach Festivalauftritten noch in die Kneipe und ….quatscht etwas und daraus entstand eine Bromance, die noch heute in der Wahl ähnlicher Frisuren kulminiert. Die beiden seien quasi Zwillinge...aber lassen wir das. Dann meinte Dän, dass Dreieich der einzige Ort mit 2 "ei" im Namen ist und wenn es hier eine Jugendherberge gäbe, könnte die Dreieichfreizeitheim heißen und der Leiter wäre dann der Dreieichfreizeitheimleiter (6x "ei"!) und der hieße dann Heinz Meier. Während Nils sein Gesicht bei dieser Ansage hinter seiner Hand verbarg und den Kopf schüttelte, löste es im Publikum wahnsinnige Heiterkeit aus! 
Danach wechselte er ins Protokoll zurück und sagte, dass Björn der einzige ist, der noch der Jüngste ist, während bei allen anderen schon bzw. gerade noch die "4" vorn im Alter steht und sie merken, dass es eben nicht nur körperlich bergab geht - Gespräche drehen sich immer mehr um Krankheiten- sondern auch geistig, wo es zu Wortfindungsstörungen kommt. Clemens, der die Musik geschrieben hat, singt deshalb auch nicht ganz grundlos die Hauptstimme bei "Der Dings". Bei der Stelle, wo es um den schmierigen Typ geht, zeigt Björn ja immer auf Ingo, diesmal wurde er aber von Dän zurückgepfiffen. Dann folgte "Perfekt" und Däns Hinweis, dass es eines der beiden Lieder ins neue Programm schafft und vielleicht ist das ja... Das neue Album hat es jedenfalls auf Platz 9 der deutschen Albumcharts geschafft und egal was jetzt passiert, selbst wenn es nach einer Woche wieder rausfallen würde, es ist und bleibt ein "Top Ten" - Album, wofür er dann auch kräftigen Applaus bekam. 
Damit wir uns auch später noch erinnern können, wie der Bandname ist, nutzen sie einen tiefenpsychologischen Effekt und ballern uns die ganze erste Konzerthälfte über mit lauter alten Bekannten von ihren Shirts aus zu. Bei Björn war es wieder Batman, bei Ingo Bugs Bunny, bei Nil der Commodore 64, der enorme Heiterkeit auslöste, aber nur bei denen über 30 Jahren, wie Dän ergänzte. Er selber trug erneut Bartman, also zwei alte Bekannte in einem und Clemens als Lokalpatriot das Portrait der ehemaligen Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Dann kam der magische Moment, als sie merkten, dass es kein Zufall war, dass sie zusammen gekommen sind und es auch keine Zweckgemeinschaft ist. Sie haben alle die gleiche Einstellung zur Arbeit als Musiker, sind alle mit gleichem Eifer, gleiche Leistungsfähigkeit und gleicher Probendisziplin dabei, da muss keiner mitgezogen werden, was die Arbeit so einzigartig entspannt macht und es folgte "Unprofessional". Diesmal hat Björn Ingo die feuchte Stelle an seinem Mikro erst gezeigt, bevor er es an dessen Shirt abwischte und erklärte, dass Ingo das Shirt jetzt wegwerfen könnte, er habe es versifft! Erwähnte ich schon, dass es ein sehr witziges und lockeres Konzert werden sollte? 
Björn fuhr mit seiner organisatorischen Ansage zum fotografieren und filmen fort. Die Konzerte sind schon so konzipiert, dass man nicht für zu Hause mitfilmen muss sondern vor Ort genießen kann. Dafür bekam er schon mal viel Applaus, fuhr dann aber fort, dass sie auch erstehen, dass es immer mehr Leute gibt, die scheinbar ein Problem mit dem Kurzzeitgedächtnis haben oder einfach ein Erinnnerungsstück haben wolle und deshalb bekamen wir die 45 Sekunden zum mitfilmen. Als wirklich niemand sein Handy zückte meinte er nur "Ihr dürft jetzt!" und dann zückten doch einige ihre Handys und Björn wies seine Kollegen an, auch nach obern und unten zu winken und meinte dann: "Ist toll für uns, nach oben Schwitzeflecken und nach unten einen dicken Bauch!" Als sie fertig waren meinte er noch, dass das jetzt sogar mehr als 45 Sekunden waren aber Dreieich hätte ja auch mehr als ein "ei". 
Als nächstes folgt ein Lied von ihrem neuen Album, welches "Das Leben ist schön" heißt, was, wie ihnen durchaus bewusst ist, eine streitbare These ist. Aber Dän zeigt jetzt mal, was da so möglich ist mit "Es macht Spaß, auch mal nett zu sein". Clemens übernahm für seine Ansage und erklärte, dass es ihn immer noch verwirrt, wer mit wem warum und wie lange bekannt ist, weshalb er auch gern einen anderen Bandnamen gehabt hätte, für "Iron Maiden" fand sich allerdings keine Mehrheit. Mit Dän ist er wirklich erst bekannt, seit es die "Alten Bekannten" gibt, dafür ist er dann auch seit dem ein alter Bekannter. Jedenfalls sind sie die einzigen, die schon Kinder haben und wir wissen ja, dass Kinder ein unerschöpflicher Quell sind an... und deshalb haben Dän und er ein Lied geschrieben, welches eine Ode an die Kinder geworden ist. "Kleiner Terrorist" kam extrem gut an, bei dem Teil, wo Clemens ein Kleinkind imitiert, gab es zweimal Applaus, einmal mittendrin und einmal am Ende des Solos, am Ende des Liedes dann natürlich auch nochmal. 
Dann folgte "Billig Jeans" und da hat sich Ingo diesmal nicht zwischen Dän und Nils durchgezwängt -also er hat es schon probiert- sondern ist einfach an Nils' anderer Seite vorbeigegangen. Seinen Moonwalk hat Ingo auch gezeigt und ich war etwas erstaunt, dass das so gut ging, wenn der Boden doch so rau ist. Ingo bekam für dieses Lied sogar getrampelten Applaus und Dän meinte im Anschluss, dass es traurig ist, dass in dem Moment, wenn sie die Choreographien beherrschen, ein neues Programm kommt. Er wies noch darauf hin, dass sich Michael Jackson nicht im Grabe umdrehen kann, wie von einem Fan behauptet, weil er eine Urnenbestattung hatte. 
Dann wollte er auf Misereor eingehen, fragte aber erstmal, ob die heute überhaupt da wären und als er die orangefarbenen Shirts entdeckte, fragte er sich, ob die Ansage überhaupt jetzt schon kommen würde. Er hat das ja noch nicht so oft gemacht, erst ca. 180 mal... dann wurde er wieder ernst und erzählte von der Arbeit, die Misereor da leistet, dass lokale Projekte nachhaltig unterstütz werden und das völlig ohne missionarischen Ansatz passiert. Er ging auch auf das Butterflies-Projekt ein, bei dem Kinder von den Straßen geholt werden, eine schulische und eine berufliche Ausbildung erhalten und sich die dann jungen Erwachsenen zum Teil auch wieder im Projekt engagieren. Die Ausrede, das gespendete Geld würde irgendwo versacken, zählt da einfach nicht und wenn viele die gewünschte Menge von 2 Euro, die man am Monatsende nicht als Fehlbetrag merkt, geben, dann ist es halt auch viel und kann sehr nachhaltig helfen. 
Jetzt kommen noch zwei Lieder von der neuen CD und zwar erst das von Ingo komponierte "Bedingungslos" und dann "Ich kann nicht klagen" vom dauergutgelaunten Optimisten Nils, der oft so gut gelaunt ist, dass es fast schon weh tut. Danach meinte Dän, dass er uns jetzt nochmal die Stimmlagen im Herrengesang auseinander dividieren muss. Björn legt als Bass das wichtige Fundament, auf dem alles andere aufbaut. Für die, die sich wenig Mühe machen wollen, gibt es den Bariton, den sich Clemens, Ingo und der teilen und dann gibt es noch das hohe Gefistel, welches für viele schon außerhalb des hörbaren Bereichs liegt. Dafür ist Nils zuständig, es ist halt die einfachste Stimme, die können viele, sogar einige Frauen aber dafür macht er das dann wieder sehr gut. Als Dän dann erklärte, dass Björn alle drei Stimmen beherrscht, fing Nils an, laut und voller Ironie zu klatschen. Und so folgte "Zur falschen Zeit", bei dem Björn diesmal Dän mit Händeschütteln begrüßte. In dem gesprochenen Teil war er diesmal mit Clemens' Sohn zur falschen Zeit am falschen Hort und die Videothek hatte zwar schon zu, aber auch nur einen Film zur Auswahl. 
Anschließend folgte Däns Hinweis auf den Merchandisestand. Merchandise bedeutet übrigens: Sachen, die man nicht braucht. Dort gibt es zum letzten Mal und nur für heute hergestellt, das Tourshirt, viel günstiger als ... bei anderen Bands, sie haben nur noch andere Städtenamen dazugeschrieben, damit es nicht so leer aussieht. Außerdem gibt es die beiden CDs sowie das Notenheft für Leute, die sich die CD nicht kaufen wollen, die können sich dann vier Freunde einladen und selber singen, das wäre sowieso immer besonders schön. Und auch das "Ständchen" gibt es in einer Grußkarte, neu arrangiert und eingesungen. Das ist aber nur sinnvoll für Leute über 40 Jahre, die noch einen CD-Player haben. Dann erklärte er, dass jetzt das erste mal das vollständige Titellied der neuen CD gesungen werden wird und Clemens fragt darin "Wie ist das Leben?" und wir möchten doch bitte antworten "Das Leben ist schön!" und da Clemens vergesslich ist fragt er nochmal "Wie ist das Leben?" und wir antworten "Ganz schön schön!" und so folgte "Das Leben ist schön" und ab dem zweiten Refrain sangen tatsächlich viele mit. Wenn dann viele Konzertteilnehmer das Lied schon kennen wird das bestimmt eine tolle Stelle im Konzert, da freue ich mich jetzt schon drauf! 

In der Pause kam ich mit meiner Sitznachbarin und deren Mann ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie die Karten eigentlich als Geschenk für ihre Schwiegereltern gekauft hatten, diese aber in den Urlaub gefahren wären, so das sie und ihr Mann jetzt hier sitzen und total begeistert sind und sich nach Ende des Konzerts beide CDs kaufen werden.

Nach der Pause ging es weiter mit "Montagsallergie" wo Björn diesmal zwei Knöpfe an Nils' Hemd öffnete statt nur einen, was diesen dann doch etwas zurückzucken lies und am Ende hat Björn auf Clemens Kopf herumgekrabbelt. Überhaupt wurde wieder enorm viel auf der Bühne der Körperkontakt gesucht Großes Grinsen Dann folgte "Sie bricht mir das Herz" und am Ende des Liedes stand uVo auf und überreichte Ingo eine Packung Taschentücher, wofür er sie umarmte. Dän erklärte, dass Nils nicht ständig auf die Uhr schaut, weil er es eilig hätte, sondern um den Akkord für das nächste Lied anzustimmen. Kleiner Tipp für alle, die auch A-Cappellla singen, es lohnt sich sehr, sich vor dem Lied auf eine gemiensame Tonart zu verständigen, so Dän weiter. Nils hat als einer von vier Komponisten die Melodie zum nächsten Lied geschrieben und dann zu ihm geschoben, um einen Text dazu zu liefern. Da es eine melancholische Stimmung hat, war es wieder Zeit für ein ernsthafteres Thema, schließlich ist das Leben eben nicht immer nur lustig. Und so geht es in "Nur du allein" um das für außenstehende, nicht betroffene Menschen so schwer verständliche Thema Depression. Da er vor einigen Jahren selbst erkrankt war, kann er aus eigener Erfahrung berichten und aus seiner Sicht ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu holen, Geduld mit sich selbst zu haben, auch wenn man möchte, dass es so schnell wie möglich wieder vorbei ist, und vor allem muss man selber mitarbeiten, auch wenn das auf Grund der Antriebslosigkeit das schwierigste ist. Wenn man es aber schafft diesen Teufelskreis zu durchbrechen, sind die Heilungschancen relativ gut. 
Nach dem Lied übernahm Clemens noch einmal und wies darauf hin, dass es die Derniere wäre, im Lauf von 185 Konzerten haben sie viel Zeit miteinander verbracht, vor und hinter der Bühne, bei den Proben, auf Autofahrten usw. und sie haben sich wirklich sehr gut kennen gelernt...was ihm vorher aber nie jemand gesagt hat! Süß, wie verzweifelt er dabei immer klingt. Aber er versucht dem Ganzen doch etwas positives abzugewinnen und sammelt Gemeinsamkeiten. Das hat sich zu einem kleinen Hobby entwickelt und er führt da ein Büchlein und ist immerhin schon bei Seite drei angekommen. Da stehen dann ganz alltägliche Sachen drin aber eben auch besonderes. Wann erlebt man es schon, dass vier erwachsene Männer -und Björn- auf Boy Groups stehen? Sie machen auch keine Unterschiede, sie mögen alle. Bei der Erwähnung der Backstreetboys legte Nils ein leidenschaftliches "Everybody" hin, was Clemens mit einem deutlichen "Unnötig!" quittierte. Trotzdem hofft er, dass wir mit dem nächsten Lied genauso viel Freude haben, wie sie. Als die Leute "Penny Lane" erkannten, gab es reichlich Gelächter und es haben echt viele mitgesungen. Björn meinte dann, dass er das Lied nicht gekannt hatte, als sie auf der Suche nach einem Boy Group-Kracher waren und er fand es fies, dass ihm die Kollegen dann alle Alben der Stones zum Nachhören vorgesetzt haben!
Auch ging Björn dann wieder darauf ein, dass einige Konzertbesucher sich beschweren, dass bei drei oder vier Liedern Musik von PC/CD oder - und hier drehte er sich wieder hilfesuchend zu Dän um- Schallplatte mitlaufen würde. Anschließend meinte er schmunzelnd, dass es schon ein grandioser Witz sei, dass er sich umdreht, und die alten Herren sagen "Schallplatte"....  Aber nein, da Beatboxen für den Atem etwas anstrengend ist, teilen sie sich das etwas auf, manchmal macht er das, wenn es nach Dancefloor klingt kommt es von Dän und die kreativsten Töne kommen von Clemens. Dieser demonstrierte die Grundelemente und Björn stichelt, dass es bis hierher so einfach sei, wie Tenorsingen. Dann folgte die Zungenübung und die Kombi, die wieder beeindruckend war. 
Dann ging es weiter mit "Ich habe kein Tattoo" und anschließend erläuterte Dän die Klärung der Sekundärfrage der Wasserversorgung. Der jugendliche Björn, der im Rahmen der "Fridays for Future"-Bewegung öfter mal den Unterricht geschwänzt hat, war gegen die vorher übliche Nutzung von Plasteflaschen und ~bechern und schlug den Gebrauch von nachhaltig produzierten Glasflaschen und lokalem Leitungswasser vor. Er selbst war da total dagegen, denn das ist ja ein riesengroßer Aufwand, vor den Konzerten die Flaschen befüllen und sie dann auch alle 4-5 Monate mal spülen zu müssen. Inzwischen hat sich das aber geändert. Zum einen beruhigt es das ökologische Gewissen und zum anderen gibt es einen psychologischen Effekt, den sie alle vorher wohl unterschätzt haben, nämlich die emotionale Nähe zum Publikum. 
Mit 1-2-3-8 zählte Dän dann ein für "Verboten" und das hat den armen Clemens völlig aus dem Konzept gebracht. Er zählte dann nach dem Intro (was nur von Björn kam) auch nicht akustisch ein, sondern hob nur die Finger. Nach dem Lied verlies Ingo zügig die Bühne, um neue Batterien für Clemens' Mikro entgegen zu nehmen, denn da hatte es eine Störung gegeben. Clemens wechselte rasch die Batterien und dann gab es mit Hank einen kurzen Soundcheck. Dän meinte dann, dass es genau diese Momente sind, die Live-Konzerte ausmachen und normalerweise gibt es zwischen dem letzten und dem nächsten Lied  keine Ansage. Da inzwischen alle woanders standen als eigentlich vorgesehen, mussten sie sich erstmal wieder sortieren. Dann kam aber ganz normal "Wir sind alte Bekannte", gefolgt vom Lied einer auch schon aufgelösten Boyband, nämlich "Sonnenschein". Anschließend bedankte sich Dän bei allen, die heute einen Job gemacht haben, wie die Helfer von Misereor, Einlasskontrolleure, Sanitäter usw. und separat bei Christoph und Hank für Licht und Ton. Es wird auch wieder einen Afterglow geben, wo sie wahrscheinlich noch ein Lied singen werden und sich dann verteilen, um mit uns noch zu reden oder eine heiße Schokolade oder einen Glühwein zu trinken. Ja, es war inzwischen recht frisch geworden Großes Grinsen. Dann kam als letztes Lied im regulären Teil "Wir sind da" und Nils legte sich nochmal richtig ins Zeug und hielt seinen Ton diesmal nicht "nur" 16 Takte lang sondern 20! Dann war die Luft aber auch wirklich weg und er bekam erstmal keinen Ton mehr raus, was er ja auch nicht musste, denn schließlich war ja nun das Publikum dran, er stieg dann aber wieder ein. Als Zugaben gab es diesmal "Antidepressivum" was mich sehr gefreut hat, auch wenn Dän es nicht sauber gesungen hat, "Jetzt und hier" und natürlich "Schönste Stadt".


Afterglow:

Die Jungs kamen raus und sangen "Junimond", viele haben mitgesungen und das hat wunderbar in die Atmosphäre gepasst. Sie verteilten sich und ich startete meine Runde. Ich holte mir von jedem noch eine Unterschrift auf mein 2019-Tour-Shirt und bedankte mich bei jedem für diese gelungene erste Tour und wünschte einen angenehmen Urlaub. Clemens Antwort darauf war, dass er jetzt erstmal noch eine Woche zu tun haben wird, weil 2 Arrangements noch fertig geschrieben werden müssen und die Noten fürs neue Notenheft noch gesetzt werden müssen, aber dann ist Urlaub angesagt. Ingo meinte nur, er hat keinen Urlaub, er wird nur schlafen! Wie immer lies es sich mit ihm noch heervorragend plauschen und so kamen wir auch noch auf die CD zu sprechen. Ich sagte ihm, dass ich beim ersten hören tatsächlich einen Schreck bekommen habe, was sie sich denn da gedacht haben, weil es so hoch, metallisch klingt und siehe da, er erklärte mir woran das lag und dass es so nicht geplant war! Als er fertig war mit produzieren und er es zum mastern gegeben hat, sollte der, der das macht, alles noch etwas weicher machen, was dann aber aus Zeitgründen nicht mehr geklappt hat und Ingo hatte auch vorher keine Zeit mehr, es selber zu regeln. Bei der nächsten CD wird das wieder anders werden, na da bin ich mal gespannt. Dann verabschiedeten wir uns voneinander und traten den Heimweg an.
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#2
Vielen Dank, Ivonne für deinen wieder wie immer schönen Bericht. Das war ja ein wirklich besonderes Konzert Nick
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#3
Dreieichfreizeitheimleiter Heinz Meier? Lol

Danke für den sehr unterhaltsamen Bericht!!!
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#4
Danke für den wundervollen Bericht, Ivonne! Jetzt war ich doch auch mit dabei Nick 

Nur eine Frage: wer ist uVo?
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#5
https://altebekannte.community/User-uVo
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#6
Danke liebe Ivonne! Roseschenk V. a. für die Frage nach dem "Sound" der neuen CD, das ist doch mal eine Erklärung - dieser gleichklingende "Brei" war ja auch meine Hauptkritik. Wozu dieses Mastering gut sein soll... Hmhmhm
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#7
Ist ja gut, dass sie es selbst gemerkt haben. Da werden sie beim nächsten Mal dann wohl besonders drauf achten.  Daumen hoch
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#8
Danke für den tollen Bericht, liebe Ivonne! Applaus - Dem ist nichts hinzuzufügen. Zwinker

Da kann man so schön in Erinnerungen schwelgen. Schwaermsie

Ja, die Burg ist wirklich eine tolle Location! Bzw. ich steh ja auf sowas.  Cool

Hoffentlich klappt es mit einem Konzerttermin dort im nächsten Jahr; das wissen sie noch nicht. Beten
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#9
Wo ich das gerade lese fällt mir auf, dass es doch noch eine Kleinigkeit hinzuzufügen gibt: Auch hier wurde der Mitsingteil von "Wir sind da" vom Publikum fortgeführt, so dass die Jungs schnell wieder rauskamen und dann mit dem Refrain wieder einstiegen.

Ich drücke auch die Daumen, dass es im nächsten Jahr wieder klappt und hier kann man auch noch Fotos gucken


Link  etwas runterscrollen, da kommen drei Bilder von 2019


Link  hier muss man sehr weit runter scrollen, da kommen fünf Bilder von 2018
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#10
Dass da zwei ungeplante Neulinge im Konzert sitzen und total begeistert sind und gleich beide CDs kaufen, ist doch toll für die Jungs!! 2daumen
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