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Savoy Theater Düsseldorf, 06.10.2018
#1
Vor dem Konzert:

Nach einer dreistündigen Anreise war ich in Düsseldorf bummeln, dann gings ins Hotel für eine kleine Mittagspause. Anschließend holte ich N.H. und Andreas vom Bahnhof ab, erstere und ich verstauten noch ein paar ihrer Sachen, dann gings ins Da Noi zum Preglow. Dort wurde noch fix das Geburtstagsgeschenkl für kjscotty fertig gebastelt (von der wir noch nicht mal wussten, ob sie kommen würde), dann bestellten wir uns etwas zu essen. Ich wollte gern Duetto de Pesce und sprach das c wie k aus. Der Kellner korrigierte mich, ich entschuldigte mich, ich hatte halt nie italienisch gelernt, aber er meinte, dass würde ich heute schon noch lernen. Als das Essen dann serviert wurde, wollte er mir meinen Teller hinstellen, nahm ihn dann aber nochmal zurück und fragte, wie es richtig heißen würde. Zum Glück hatte ich mir gemerkt, dass es Pesche ausgesprochen wurde, so dass ich doch mein Essen bekam und nicht hungrig ins Konzert musste.
Kurz nach sechs Uhr kam dann doch noch das Geburtstagskind, sie hat sich sehr über das Geschenk gefreut und sich doch in der großen Runde sehr wohl gefühlt. Dann waren Lu und Daggi da, um uns abzuholen, was mich persönlich sehr gefreut hat. Da ich kjscotty und ihr Geschenk nach Hause fahren würde, brachten wir letzteres gleich noch in mein Auto, so dass es nicht mit ins Savoy musste. Dort saßen wir dann alle noch ein wenig zusammen bis wir kurz vor 20 Uhr endlich in den Kinosaal durften.


Das Konzert:

Das Konzert begann mit "Musik von deinen alten Bekannten", diesmal ohne Zwischenapplaus nach der AFD-Stophe, gefolgt von "Hihihi", wo ich den Eindruck hatte, dass Nils Stimme etwas angeschlagen klang. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Stimmen diesmal alle sehr einzeln zu hören waren, nicht so ganz als Einheit, wobei ich nicht weiß, ob das vielleicht an meinem Platz direkt an der Wand lag. Auch hatte ich gerade bei den Sch und s -Lauten ein Echo, was mich doch etwas gestört hat. Dän begrüßte das Publikum und bedankte sich für den für Düsseldorfer Verhältnisse euphorischen Applaus und konnte sich einen kleinen Seitenhieb auf den Fußball nicht verkneifen, den ich leider akustisch nicht verstanden hatte. Er erklärte wieder das Anforderungsprofil an die beiden Neuen Bandmitglieder, da sie gern weiter fünfstimmigen a-capella-Gesang machen wollten, was zu dritt nicht geht und sie könnten halt nichts anderes. Bei dieser Ansage hat Dän die ganze zeit ein Lachen unterdrücken müssen, würde ja zu gern wissen, was in seinem Kopf vor sich ging. Er wies auch wieder darauf hin, dass im Bandnamen auch das Wort alt drin steckt und dass sich das Alter inzwischen auch bemerkbar machen würde, in gesundheitlicher aber auch in anderer Hinsicht und es folgte "Der Dings". Hier gab es wieder eine Geste die mir vorher nicht so bewusst war, nämlich dass sich Clemens bei der Zeile "dieser Blonde" über den eigenen Kopf streicht. Außerdem gab es eine Stelle, wo man gehört hat, dass er auch noch nicht ganz fit ist, als er an einer Stelle seinen Ton nicht traf sondern kratzig klang. Es folgte "Perfekt" und Dän übernahm für die nächste Ansage, wo es darauf hinwies, dass sie auch mit ihrer Bekleidung auf den Bandnamen Bezug nähmen, z.Bsp. mit dem Commodore-Shirt von Nils, dem Batman-Shirt von Byörn oder dem Popeye-Shirt von Dän. Außerdem stünden 130 Jahre Bühnenerfahrung vor ihnen beziehungsweise unter ihnen und trotzdem würden die Konzertbesucher ihnen bestätigen, dass sie sehr authentisch geblieben wären und warum das so ist, erklären sie mit dem folgenden Lied "Unprofessional". Danach wies Björn darauf hin, dasss es gar nicht so einfach ist, als einziger der Jüngste zu sein und frischen wind in die Band zu bringen, es würde auch sehr einsam machen, weil man einfach keine gemeinsamen Gesprächsthemen hätte. Nach jeder Show fingen die anderen vier an zu zählen, wie lange sie noch bis zur Rente bräuchten und er frage sich, wann er endlich anfangen würde, da einzuzahlen. Deswegen hätte er sich andere Kanäle gesucht, um sich mitzuteilen und das wären vor allem Instagram und Facebook, wer also glaube er könne sich da mit den Jungs austauschen..."Nee, mit mir!" und er würde sich freuen, wenn wir den Jungs, also ihm da folgen würden. Außerdem schreibt er auf der Homepage die Blogs, die lesen sich richtig spannend, zumindest wenn man sie nicht selbst geschrieben hat. Um einen Ort, an dem das Internet noch keinen richtigen Einzug gehalten hätte, ginge es im folgenden Lied "Nordseewind". Clemens lobte Dän dann wieder als einen der größten Texter und wies darauf hin, dass man bei so intensiver Zusammenarbeit sich einander schon gut kennen lernen würde und Gemeinsamkeiten findet, Dän und er würden beispielsweise beide in kleinen Orten bei Bonn wohnen, er in Mehlem und Dän in Köln. Außerdem hätten sie beide Kinder und die wären ein unerschöpflicher Quell an...Da diesmal an dieser Stelle nur sehr wenige klatschten meinte er dann zu einem der Zuschauer: "Du weißt, wovon ich rede!" und legte los mit "Kleiner Terrorist", wo es nach seinem Baby-Gebrabbel-Solo einen spontanen Zwischenapplaus gab. Es folgte "Billig Jeans" und spätestens da staunte ich dann doch mal über Dän, der kann ja doch sein Becken mitbewegen, also doch noch nicht ganz steif. Dän wies dann auch wieder darauf hin, dass Michael Jackson sich nicht im Grabe umdrehen könne, da er eine Urnenbestattung gehabt hatte. Er sprach dann auch wieder die bösen alten Männer an, die viele immer schon da gewesenen Idioten anstachelten, da mache immerhin die Meldung aus dem Hambacher Wald ein wenig Mut. Wer sonst noch etwas gutes tun möchte könne bei Misereor 2 Euro im Monat spenden, ein Betrag, den man am Monatsende nicht als fehlend wahrnehmen würde. Seit einiger Zeit arbeiten sie ja schon am neuen Album, für das es inzwischen einen Namen gibt und daraus würden sie jetzt das erste Lied präsentieren. 

Neues Lied:



Danach wies Dän darauf hin, dass man dann, nachdem man die Einzugsermächtigung bei Misereor ausgefüllt habe, auch zum Merchandise-Stand gehen könne, um Poster, Shirt und Songbook zu erwerben und in der Wartezeit könne man sich gern mit einem Kuli in die ausliegende Liste eintragen, um den Newsletter, den Neuigkeitenbrief, zu erhalten. Das letzte Lied vor der Pause war dann "Zur falschen Zeit", diesmal ohne die Erwähnung von Nils' Gepiepse.

Nach der Pause ging es weiter mit "Montagsallergie" und ich finde es nach wie vor bemerkenswert, das Nils da völlig konzentriert weiter singen kann, wo er doch so begrabbelt wird. Dän wies dann darauf hin das Nils nur auf die Uhr, eine Schlauuhr von Apfel, schauen würde, um die Akkorde fürs nächste Lied vorzugeben, weil es ungemein praktisch wäre, sich vor einem Song auf eine gemeinsame Tonart zu verständigen. Dann folgte "Nur du allein" mit einer verkürzten Ansage zu Depressionen und was wichtig ist, um helfen zu können. Clemens ging dann nochmal darauf ein, dass man sich bei so intensiver Zusammenarbeit schon sehr gut kennenlernen würde, manchmal besser als man eigentlich möchte) und einiges wäre sehr offensichtlich, z.Bsp. das sie im Winter alle gern Schuhe tragen würden, andere wären nicht so leicht zu erkennen, nämlich das alle gern BoyBands hören würden, wann hätte man das schon das 4 gestandene Männer und Björn auf BoyBands stehen würden. Jedesmal wenn dieses Wort fiel, tat Nils so, als würde er gleich einen Herzkasper bekommen. Es folgte "PennyLane", was sehr begeistert aufgenommen wurde und Björn meinte, dass man an diesem Lied wieder den Altersunterschied merke, man hätte ich erst aufklären müssen, dass es nicht von den Stones sei. Björn leitete wieder über auf das Mundschlagzeug von Clemens, der Bassdrum, Snaredrum und HiHat diesmal wirklich nur sehr kurz einzeln demonstrierte. Bis dahin könnten das ja alle, erst in der Kombination merke man, dass Clemens von der dritten bis zur sechsten Klasse in der Arbeitsgemeinschaft "Zungengymnastik" gewesen wäre und die Kombi war echt wieder irre. Es folgten "Sie bricht mir das Herz", dann "Verboten", wo Clemens das Intro diesmal allein präsentierte und "Rechthaben ist geil". Bei letzterem gab es wieder eine schöne, für mich neue Szene, nämlich das bei der Strophe über Trump und rechte Parteien Nils, Ingo und Clemens auf den Füßen vor und zurück wippten, währen Björn den dreien eine Scheibe zeigt. Dän ging dann noch kurz auf den Umstieg von Plastebecher auf Glasflaschen ein und das sie heute Düsseldorfer Leitungswasser trinken würden, was für mehr emotionale Nähe sorgen würde. Nach einem kräftigen Schluck aus der Flasche meinte er aber, das Kölner Wasser würde besser schmecken! Bei "Wir sind da" hatte Nils im Mitsingteil einen Hänger, welches Geräusch er uns als nächstes nachmachen lassen würde und nach etwas, das an Löwengebrüll erinnerte meinte er dann: "Ihr macht auch alles mit, oder?". Dann folgte "Radio", natürlich mit klatschen und "Ich habe kein Tattoo" mit der Bitte Däns, sich seine Individualität zu erhalten und sich nicht dem "Massen-Geschmacks-Terrorismus" hinzugeben. Es folgte der Dank an alle, die heute gearbeitet haben, damit wir dieses Konzert erleben konnten und der Hinweis, dass Björn nach dem Konzert direkt an den Merchandise - Stand gehen wird, um sein Taschengeld aufzubessern. Düsseldorf hätte heute sehr gepunktet und am 5. Juli 2019 würde das neue Album erscheinen, so dass das Publikum, wenn es im November 2019 wieder ins Savoy kommen würde, schon das neue Programm erleben kann. Bis dahin sollen wir fleißig Mundpropaganda betreiben, die wäre für die Band am effektivsten und preiswert. "Wir sind Alte Bekannte" war dann das letzte Lied vor den Zugaben "Mädchen, lach doch mal" und "Jetzt ist Sommer" sowie "Schönste Stadt". Das Publikum stand tatsächlich nur bei den letzten drei Liedern, abgesehen von Peanuts und deren Begleiterinnen, die ganz hinten ihre eigene Party feierten.


Afterglow:

Im Afterglow sangen die Jungs "Love Yourself" und ich bin froh, dass Björn diesmal dabei stand und nicht wieder auf dem Verkaufstisch saß. Danach verteilten sich die Jungs und ich holte mir von jedem eine ganz besondere Unterschrift. Nur bei Clemens und Ingo blieb ich etwas länger. 
Clemens erzählte, dass er ursprünglich Koch hatte werden wollen (das wäre für die Musik aber ein großer Verlust gewesen finde ich) und meine Nachfrage, ob er es denn gut könne, beantwortete er mit: Kommt drauf an, wen du fragst, seine Frau sage ja, seine Kinder mögen halt nix für den Hausgebrauch reiche es. 
Ingo sprach ich auf das neue Lied an.

AG mit Ingo zum neuen Lied:


Ingo meinte dann noch, dass es in einem Saal, der auch als Kino genutzt wird, immer schwierig sei, die Leute aus den ach so bequemen Sesseln herauszubekommen und zum mittanzen zu animieren.


Nach dem Konzert:

Ich verabschiedete mich von Andreas, sammelte dann kjscotty und N.H. ein, wir brachten das Geburtstagskind nach Hause und fuhren dann nochmal zurück, um uns in der Nähe des HBF in ein türkisches Restaurant zu setzen, eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken, ein bisschen im Forum zu stöbern und die Wartezeit zu verkürzen, bis der Zug kommen sollte. N.H. begleitete mich dann noch zum Auto zurück, ich fuhr ins Hotel und am nächsten morgen wieder nach Hause (die A45 ist echt furchtbar, eine Baustelle an der anderen, kaum ist man aus einer raus, wird schon die nächste angekündigt, zum Glück waren keine LKW unterwegs).
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#2
Toller Bericht! Danke Ivonne! Als hätte ich neben Dir gestanden... Eine Frage, falls Du es erzählen willst: "eine besondere Unterschrift"? Inwiefern besonders?
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#3
Bei Däns erster Ansage meinte er (sinngemäß), dass sie Glück hätten im Erstligajahr von Düsseldorf in Düsseldorf ein Konzert zu haben
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#4
Ivonne,
vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht mit all den Anekdoten der "Haupt- und Nebenschauplätzen".  Blumenbring

Toll geschrieben! - Und ich mag nach wie vor u. a. Deine übersichtliche Gliederung!   Daumen hoch
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#5
Bei Jetzt ist Sommer wurde auch wieder Sommer ist wenn man sich den Kopf rasiert gesungen.

Ich weiß nicht mehr genau bei welchem Lied, aber bei einem Lied sagte Björn etwas zu der 1. Reihe, was ich aber wieder vergessen habe. Weiß nur noch, dass es in der 1. Konzerthälfte war.
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#6
Vielen Dank, Ivonne für deinen tollen Bericht. Ja, mir gefällt die Gliederung auch (immer noch) sehr gut!!
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#7
@ Serena: Das kann ich erst nach Weihnachten auflösen...
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#8
Wieder super geschrieben, Ivonne. Smile
Mir ist nur noch eine Sache zu den Boy Groups eingefallen, nämlich wie euphorisch Nils da vorher rumhampelte und jubilierte, so kennt man ihn sonst gar nicht. Großes Grinsen

Und ein persönliches Erlebnis hatte ich noch: als ich beim Afterglow stand, sprach mich jemand von hinten an, ein junger Mann, ob mein Name Dagmar sei. Ich bejahte erstaunt, da fragte er nach meinem Nachnamen. Ich nannte den, er überlegte dann und fragte nach meinem Facebooknamen. Nachdem ich den auch noch genannt hatte, sagte er: "Dann hab ich hier Ihr Handy", und drückte es mir in die Hand. Ohnmacht 
Das hatte ich mir im Konzert raus geholt um ein paar wenige Fotos zu machen, und es mir dann unter den Oberschenkel geschoben, und denn war es wohl runter gefallen.
Der junge Mann gehörte da zur Crew, bediente auch in der Pause.

Puh, es gibt doch noch nette Menschen auf der Welt. Nick Blumenbring
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#9
Ivonne, erstmal vielen Dank für Deinen netten Bericht! Bei dieser Bemerkung hier:
Zitat:....während Björn den dreien eine Scheibe zeigt...
stehe ich allerdings etwas auf dem  Schlauch... Kannst Du mir nochmal erläutern, was damit gemeint ist? Danke im Voraus!
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#10
@Daggi und wie gut, dass dein Handy offenbar keinen Lockscreen hatte!!
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